FullSizeRender 25

Im April ist Bärlauch- und Spargelzeit! Bärlauch kann ich trotz Histaminunverträglichkeit, nachdem ich seit einigen Jahren vorwiegend pflanzlich und “clean” esse, wieder vertragen, jipppieehhh! Dementsprechend präpariere ich derzeit Bärlauchpesto, das sich durch das zugegebene Olivenöl hoffentlich bis zum Sommer hält. Denn Jahre an Histamindiät ohne Knoblauchgewächse wollen nachgeholt sein. Dabei jedoch vorsichtig sein! Wer merkt, der Körper ist “clean” und kann wieder natürlich verdauen, sollte es mit den neuen Zutaten nicht übertreiben. Deshalb habe ich vom Bärlauchpesto bei den ersten Versuchen, wie er mir bekommt, zusammen mit Pasta-Kochwasser in geringsten Mengen in die Pasta eingerührt. Da kam dann etwa ein gestrichener Teelöffel auf Pasta für zwei Personen. Mittlerweile geht etwas mehr, aber auch noch nicht allzu viel. Vor allem, wenn das Pesto mit sehr scharfem Demeter-Bärlauch zubereitet wird (das Selbersammeln traue ich mir aufgrund der akuten Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose noch nicht zu).

Ich kaufe also jede Menge Bärlauch auf dem Markt und mixe ihn zusammen mit viel Olivenöl und etwas Kräutersalz. Das wird in Schraubgläser gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt. Das Bärlauch-Pesto passt nicht nur zur Pasta, ich mag es auch zu meinem veganen Sushi, das durch Bärlauch und Spargel ein wenig regionaler wird. Zum Befüllen der Nori-Blätter nehme ich Hirse statt Reis, einfach weil ich sie lieber mag und sie besser klebt. Die Hirse weiche ich über Nacht ein, damit der Keimprozess startet und die Phytinsäure verschwindet. Am Morgen wird die Hirse in einem Sieb unter kaltem Wasser abgebraust. Mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen, dann bei ausgeschalteter Herdplatte und geschlossenem Deckel etwa 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Ist das Wasser ganz aufgesogen, wird die Hirse umgerührt und der Deckel nicht mehr geschlossen, damit sie abkühlen kann. Lauwarm bis kalt kann die Hirse in die Nori-Blätter gefüllt werden, vorher nicht, sonst werden die Noriblätter gummiartig. Als Gemüsefüllung nehme ich rohen, grünen, sehr jungen Spargel, nicht nur, weil er viel zarter ist, sondern auch, weil ich davon nichts abschneiden oder ihn gar schälen müsste. Darauf ein paar Alfalfa-Keimlinge, dann können die Noriblätter gerollt werden. Die Norialge sorgt übrigens bei der veganen Ernährung für das so wichtige Quentchen Jod.