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Im Winter – besonders in nebligen Gebieten – leidet der Geist oftmals unter Lichtmangel. Die Sonnenblume kann das Gemüt erhellen, nicht nur durch die Erinnerung an ihren Sonnenkranz, den sie vergangenen August ausgebildet hatte, sondern auch auf Nährstoffebene. Sie ist eine der wenigen Pflanzen, die den Körper (neben Vitamin B12) mit dem Sonnenvitamin D versorgen können. Beim Keimprozess erhöht sich der Prozentsatz dieses Vitamins, das gegen den Winterblues wirkt: Eine Handvoll geschälte Sonnenblumenkerne über Nacht 12 Stunden im Keimglas einweichen, am nächsten Morgen das Wasser abgießen. So sind die Sonnenblumenkerne befreit von der Phytinsäure und angekeimt. Sie schmecken in diesem Stadium schon wunderbar frisch – ich lasse sie meistens nicht länger keimen. Spätestens am darauffolgenden Tag jedoch muss der Keimling vollständig geerntet werden (s. Foto). Lässt man ihn länger keimen, wird er sehr unangenehm scharf. Ich streue ihn am liebsten über Salate oder futtere ihn einfach so.