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Als ich meine Ernährung im Sommer 2017 auf Rohkost umgestellt habe, bemerkte ich zunächst, dass die Verdauung nicht so ganz damit zurechtkommt. Da ich jedoch aus Erfahrung weiß, dass zu viele Komponenten in einer Mahlzeit die Verdauung überfordern können, und ich während meiner Recherchen für mein Buch immer wieder auf den antiken Arzt Hippokrates traf, machte ich einen Selbstversuch: Rohkost nach hippokratischer Trennkost.

☆ Das heißt, viel Gemüse, viele Keimlinge und Sprossen.

☆ Pro Mahlzeit nur eine Fettquelle.

☆ Proteinreiche Nahrungsmittel (wie Nüsse) nicht mit Stärke oder Fett kombinieren. Wer hippokratisch isst, sollte mein falsches Joghurt zur Pasta weglassen.

☆ Chlorophyllhaltige Nahrungsmittel nicht mit Fett kombinieren (das heißt, kein Öl in den grünen Smoothie geben).

Mein Salat enthält deshalb Sonnenblumenkeimlinge statt Öl. Als Gemüse nehme ich – je nach Verträglichkeit – Kohlrabi, Gurke und Radieschen. Darauf Alfalfakeimlinge und – ebenso je nach Verträglichkeit – Schnittlauch, Sonnenblumenkeimlinge (auf dem Foto sind es noch ganz junge Keimlinge vom Abend des ersten Tages nach dem Einweichen) und – je nach Verfügbarkeit – Blütensalz. Als besonderes Topping für das Foto gab’s getrocknete Blütenblätter von der Ringelblume, die ich im Sommer auf dem Wochenmarkt als essbare Blume kaufe.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Thema Nahrungsmittelunverträglichkeit: Während meiner Histaminausschlussdiät hatte ich Sonnenblumenkerne, Alfalfa, Kohlrabi und Schnittlauch von meinem Speiseplan gestrichen. Nach einigen Jahren Ausschlussdiät und veganem Clean Eating vertrage ich diese Nahrungsmittel (Nüsse nur gekeimt). Das muss jeder, der eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat, mit Bedacht selbst austesten. Vor allem industriell behandelte und von Natur aus scharfe Nahrungsmittel sind entweder gar nicht oder immer nur mit Vorsicht zu verwenden. Vor allem bei Nüssen ist zunächst eine Allergie auszuschließen. Liegt keine Nussallergie vor, kann vorsichtig getestet werden, ob manche Nusssorten nach dem Auflösen der Phytinsäure womöglich vertragen werden. Wird der Alfalfa selbst gezogen (und nicht industriell behandelt), wirkt er mit seinem hohen Anteil an Vitamin C und anderen Vitaminen sowie Mineralien und vor allem mit seinem hohen Enzymgehalt sogar einer Nahrungsmittelunverträglichkeit entgegen.