SalatFürUnterwegs

Den ganzen Tag unterwegs zu sein und sich dabei möglichst ursprünglich und vegan zu ernähren, das kann mitunter kompliziert sein, außer man hat die passenden Rezepte, um sich selbst zu versorgen. Dieser Salat ist mein persönlicher Favorit, denn er macht richtig schön satt, kann in einem Schraubglas oder in einer verschließbaren Box sauber transportiert werden und aufgrund der sorgsam ausgewählten Zutaten bleibt er mit seinen verschiedenen Texturen frisch und schmackhaft.

Zunächst schäle und schnibbele ich 2 bis 3 große Pellkartoffeln. Pellkartoffeln koche ich oft alle 2 Tage und habe so stets ein paar gegarte Kartoffeln für meinen Salat zur Verfügung. Für die Salatsauce mixe ich 1 gestrichenen Teelöffel Kräutersalz, 1 zusätzliche Messerspitze Kurkuma, 2 getrocknete Aprikosen, 5 bis 6 Esslöffel Cranberrysaft oder Apfelessig und die gleiche Menge Rapsöl. Dazu kommen etwas geschroteter Leinsamen sowie geschrotete Kürbiskerne, die machen zusammen mit den Kartoffeln schön satt, womit ein Heißhungerloch elegant vermieden wird. Die Zutaten in einem Mixer flüssig bis cremig in eine Sauce verwandeln und abschmecken. Die Salatsauce wird nach ein paar Minuten komplett in die Kartoffeln eingezogen sein, so läuft unterwegs nichts aus.

Auf die Kartoffeln kommt eine Schicht klein geschnittener Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Rucola. Darauf wird mundgerecht geschnittener Radiccio und Pfirsich oder Nektarine geschichtet. Radiccio ist in seiner Textur sehr fest und bleibt dadurch auch im Dressing schön knackig. Die Früchte gleichen die bittere Note vom Radiccio aus. Diese Salatschicht bekommt ein Basilikum-Dressing, dafür gebe ich 2 bis 3 Handvoll Basilikumblätter in meinen Smoothie-Mixer. Dazu kommt eine Prise Kräutersalz, ein Spritzer Agavendicksaft, ein paar Kokoschips, 3 Esslöffel Olivenöl und ein Schuss Wasser. Das wird gemixt und eventuell noch mit weiteren Kokoschips oder mit ein paar Chiasamen gespickt bis das Dressing schön cremig ist, schließlich soll es unterwegs auf dem Salat bleiben. Das Dressing auf den Salat träufeln, womöglich bleibt etwas davon für den nächsten Tag übrig. Dafür verschließe ich meinen Smoothiebecher mit einem Deckel und packe ihn mit dem Dressing in den Kühlschrank. Das Olivenöl konserviert den Geschmack vorzüglich und man hat am nächsten Tag ein Dressing griffbereit.

Auf Radiccio, Früchte und Dressing gebe ich noch 2 bis 3 Esslöffel bissfest gegarten Quinoa, von dem ich immer etwas im Kühlschrank habe — das brauche ich für meine tägliche Ration Salat, vor allem, wenn’s mal wieder schnell gehen muss. Das Topping ist natürlich optional, ich mag gerne eine Prise Chiasamen, 1 Esslöffel geschrotete Kürbiskerne, geschroteten Leinsamen, Schwarzkümmel und Gojibeeren. Zusätzliche Hirseflocken als Topping wecken die Assoziation zu Parmesan — und fertig ist der rein pflanzliche Salat, von dem man den ganzen Tag über Energie hat und sich auch unterwegs ohne Restaurant-Stress vegan satt futtern kann.