Pasta mit Tomatensoße

Meine Tomatensoße besteht aus Kartoffeln und Rote Bete — und schmeckt trotzdem nach Tomate, der Sinnestäuschung sei Dank. Aufgrund meiner Nahrungsmittel-Sensibilität vertrage ich keine Tomaten und Weizen ist dabei auch nicht das optimalste Nahrungsmittel, weil dieses Korn Entzündungen fördert. So mussten Ersatzprodukte her, die ich eher zufällig beim Herstellen meiner Kartoffelsuppe entdeckt habe. Vom morgendlichen Smoothie-Mixen war noch ein Stück Rote Bete da, das umgehend mit zu der Kartoffelmischung wanderte. Die beim Pürieren daraus entstehende Farbe erinnerte mich an meine heiß geliebte Tomatensoße von früher. Aus dieser Laune heraus würzte ich die Kartoffel-Rote-Bete-Suppe typisch italienisch mit getrocknetem Oregano, einem Spritzer Olivenöl und kochte mir ein paar Dinkelnudeln dazu ab. Siehe da: Diese Kombination genügte schon, um die Sinne assoziativ zu täuschen — und das ist an dieser Stelle gar nicht ungesund, denn sie beschert mir keine Symptome, im Gegenteil. Zudem stillt sie tatsächlich die Lust auf Tomatensoße, denn die feine Süße der Roten Bete kommt in dieser Kombination tatsächlich nahe an die von Tomaten heran.

So wird sie hergestellt: Für 2 Portionen Soße eine große Kartoffel von den vorwiegend festkochenden. Dazu ein ähnlich großes Stück Süßkartoffel und eine halbe Rote Bete. Das Gemüse, geschält und in dünne Scheibchen geschnitten, mit Wasser in einen Topf geben: Das Verhältnis 1/3 Gemüse und 2/3 Wasser ergibt nach dem Pürieren eine saucige Konsistenz. Der sichere Weg ist hier, lieber einen Schluck weniger Wasser zu nehmen, denn zu dünn sollte die Soße natürlich nicht werden, sonst bleibt sie nicht an den Nudeln haften. Ist die Soße nach dem Pürieren zu dick, einfach die entsprechende Menge an Kochwasser der Pasta hinzugeben. Die Gemüsescheiben solange köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind, das dauert je nach Dicke der Scheibchen ungefähr 20 bis 30 Minuten. Mit Kräutersalz und einem Spritzer Olivenöl würzen — das Ganze pürieren. Dazu nehme ich Woknudeln aus Dinkel. Wer zusammen mit einer Prise vom getrockneten Oregano noch frisches Basilikum obenauf streut, hat nicht nur noch eine weitere italienische Geschmacksassoziation, sondern mit beiden Kräutern auch einen natürlichen Histaminsenker als Topping. Wohl bekomm’s!