Blaukraut-Update

Blaukraut ist eine meiner liebsten Gemüsesorten. Nicht nur, weil es den Histaminspiegel im Körper senkt, sondern auch, weil es verschiedene Geschmacksnuancen aufnehmen kann. Diese Nuancen haben nun ein Upgrade von mir bekommen.

Das fein gehobelte Blaukraut mit 1 Spritzer Bratöl und 1 Prise Schwarzkümmel in einen Topf geben, mit Kräutersalz, 1 zusätzlichen Prise Kurkuma (bis zu 1 gestrichenen Teelöffel pro Person) und (pro Person) 2 Esslöffel Agavendicksaft würzen. Optional können ein paar Aroniabeeren dazugegeben werden. Dann die Kochplatte einschalten und 2 bis 3 Minuten leicht anbraten, dabei ständig rühren. Jetzt wird das Kraut mit einem guten Schuss Cranberry- und ein bisschen weniger Holundersaft abgelöscht. Süße und Säure gleichen sich dadurch schön aus, wobei der Holundersaft optional ist. Auch der Agavendicksaft gleicht die Säure des Cranberrysaftes aus. Ungefähr 10 bis 20 Minuten leicht köcheln lassen, ab und zu umrühren.

An diesem Punkt gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Wer großen Hunger hat, kann das Kraut jetzt servieren. Demnach die Kochplatte ausschalten und je Geschmack unten stehende Tipps beachten.

2. Die andere Möglichkeit ist, die Sauce noch für ungefähr eineinhalb Stunden einzureduzieren. Dafür Topf mit geschlossenem Deckel bei geringster Hitze auf dem Herd lassen und ab und zu umrühren. Eventuell muss noch der eine oder andere Schluck Saft dazugegeben werden. Das Kraut soll beim Servieren nicht trocken sein, sondern ein wenig Sauce haben, so schmeckt es am besten.

Tipps: Wer mag, kann kurz vor dem Servieren eine Handvoll ganze Basilikumblätter zum Kraut hinzugeben, dadurch wird die Sauce deftiger und bekommt einen farblichen Akzent. Das Kraut eine halbe Minute lang unter Rühren bei ausgeschalteter Herdplatte in der Sauce ziehen lassen: die Basilikumblätter sollen zusammenfallen und gleichzeitig noch schön knackig und grün bleiben. Zum Schluss noch einen Spritzer gutes Olivenöl über das Kraut geben. Mein Blaukraut-Upgrade schmeckt einfach so, mit Brot, Pasta, Pellkartoffeln oder Quinoaburgern.

Nach einer Kräuterwanderung sieht mein Blaukraut auch mal so aus:

Blaukraut-Upgrade_Spitzwegerich_Klee

Hier habe ich nur Cranberrysaft (keinen Holunder-) verwendet, der färbt das Blaukraut beim Kochen zum Rotkraut um. Mit dem Basilikum habe ich jüngere Blätter vom Spitzwegerich in die Sauce gegeben und als Topping frische Kleeblüten abgezupft. Gegessen werden können sowohl die weißen als auch die roten Blüten. Das gibt einen schönen Kontrast zum umgefärbten Blaukraut.