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Nachdem ich seit ein paar Jahren “clean” esse, das heißt, keine industriell stark veränderten Nahrungsmittel zu mir nehme, kann ich trotz meiner Nahrungsmittelunverträglichkeit wieder Bärlauch (sowohl in der Pasta verarbeitet als auch frisch) und Nüsse futtern. Allerdings muss ich die Nüsse aktivieren, damit sie mich nicht den ganzen Tag im Bauch zwicken. Nüsse zu aktivieren heißt, sie über Nacht (mindestens 12 Stunden) in Wasser einzulegen. Dadurch wird die Phytinsäure ausgeschwemmt, die den Keimvorgang verhindert, solange die Nüsse noch in der Packung im Supermarkt liegen. Ist die Phytinsäure ausgeschwemmt, zwicken mich die Nüsse auch nicht mehr im Bauch, nachdem ich sie gefuttert habe. Gleichzeitig werden die Nüsse durch das Wasserbad schön weich und die Nussmilch schmeckt noch feiner. So ist dieses wirklich sehr einfache Rezept entstanden:

Für die Cashew-Sahne nehme ich am Abend 150 Gramm Cashews, ein größeres Vorratsglas, gebe die Cashews hinein und Wasser darüber. Der Füllstand des Wassers muss mindestens zwei, eher drei Mal so hoch sein wie der Füllstand der Nüsse, da die Nüsse beim Einweichen aufquellen. Am nächsten Morgen (nach mindestens 12 Stunden) wird das Einweichwasser abgegossen und die Cashews in einem Sieb mit kaltem Wasser abgebraust. Das ist wichtig, damit die Phytinsäure, die bei vielen Menschen im Bauch fieses Zwicken verursacht, vollständig verschwindet. Dann werden die abgebrausten Nüsse in einen Mixbehälter gegeben und mit ungefähr der doppelten Menge kalten und frischen Wassers (auch das lese ich einfach am Füllstand ab) fein püriert. Fertig ist die Cashew-Sahne.

Die eine Hälfte der Cashew-Sahne gebe ich in eine Glasflasche in den Kühlschrank. Sie kann zum Beispiel am nächsten Tag Morgen als Müslimilch verwendet werden (länger würde ich die Cashew-Sahne nicht aufbewahren). Wenn ich für zwei Personen koche, kommt die andere Hälfte der Cashew-Sahne über die bissfest gegarte Pasta (auf dem Bild handelt es sich um Bärlauch-Pasta). Das würze ich mit Kräutersalz, etwas Schwarzkümmel (optional) sowie einem guten Schuss Olivenöl, rühre um und lasse es noch ein bis zwei Minuten ziehen, damit die Sauce warm wird. Wenn ich die Pasta abgegossen habe, noch einen Schluck Kochwasser bei der Pasta im Topf behalte, dann direkt mit der kalten Cashewnuss-Sahne übergieße, ist es nicht notwendig, den Topf nochmals auf die Herdplatte zu stellen. Die Hitze aus der Pasta reicht aus, um die Sauce zu erwärmen. Und fertig ist ein sehr sättigendes Mittagsmahl. Für einen Single reichen 150 Gramm Cashews, je nach Hunger, für mindestens 4 Mahlzeiten.