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Die bisher leckersten Keimlinge aus meiner Küche sind die der grünen Sojabohne, auch bekannt unter dem Namen Mungbohne. Bei einer Histamin-Intoleranz sind Sojaprodukte im Besonderen und Hülsenfrüchte im Allgemeinen meist unverträglich. Die selbstgezogenen Mungbohnen-Keimlinge vertrage ich jedoch. Und das ist gut, denn bei einer Histamin-Unverträglichkeit und einer rein pflanzlichen Ernährung muss das Eiweiß ja auch irgendwoher kommen. Die grünen Soja-Keimlinge liefern einen Teil davon (nebst verschiedener anderer Sprossen sowie aktivierter Nüsse und Saaten). Zudem erhöht sich mit dem Keimprozess der Gehalt an Vitamin B12, worauf bekanntermaßen nicht nur die Veganer achten sollten.

Nach dem Rezepttipp einer lieben Nachbarin, die einige Jahre in China lebte und dort die ursprüngliche und wirklich gesunde chinesische Küche kennengelernt hat, brate ich meine Mungbohnen für ungefähr fünf Minuten in Öl bei niedriger Hitze zusammen mit gehacktem Ingwer. Doch zunächst muss das Kochwasser für die Woknudeln aus Dinkel erhitzt werden, die eine sehr kurze Garzeit haben. Zwischenzeitlich frischen Ingwer schälen, fein hacken und mit den Soja-Keimlingen in einer Pfanne mit ein wenig Olivenöl unter geringer Hitze kurz anbraten. Ich gebe viel frisches Basilikum dazu, sowie ein wenig Kräutersalz. Wenn die Nudeln gar sind, Nudelwasser abschütten. Wenn die Basilikumblätter zusammengefallen sind, Nudeln zu den Mungbohnen in die Pfanne geben. Getoppt habe ich dieses Gericht mit Schwarzkümmel und Dulse-Flocken. Dazu passt mein falscher Joghurt.